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So einfach geht das mit dem Feldbus?

So einfach geht das mit dem Feldbus?

Anklicken, aussuchen, fertig!

Da soll man Kabeldistanzen bestimmen, kann nicht mehr mit dem Multimeter messen. Außerdem müssen die Komponenten für den Zündschutz zusammenpassen. „Das ist kompliziert.“, sagen sich viele und lassen lieber die Finger weg. „Nicht so schlimm!“ sagen die Fans: „Eine Prozessanlage mit Feldbus startet mit weniger ­Zeitaufwand für den Loop Check, dokumentiert sich selbst und bleibt insbesondere durch clevere Diagnose länger in Betrieb“. Mit dem Produktselektor von Pepperl+Fuchs geht jetzt die Auswahl der richtigen Produkte glatt von der Hand.

Beispiel Explosionsschutz: Hersteller bieten eine clevere Mischung aus den Zündschutzarten, erhöhte Sicherheit für das Stammkabel und Eigensicherheit an den Stichleitungen zum Geräteanschluss. Mit diesem „High-Power-Trunk“ genannten Konzept werden lange Leitungswege erreicht. Realistisch sind 1.000m, erlaubt sogar bis 1.900m. In der Zone 1 realisieren Feldbarrieren die im Feld installierten Verteiler die eigensichere Strom- und Spannungsbegrenzung der Zündschutzarten Ex ia und Ex ib für den Geräteanschluss. In der Zone 2 kommt aus Kostengründen eine etwas andere Aufteilung zum Einsatz: Das Netzteil im Leittechnikraum begrenzt die Spannung, während die im Feld installierten Gerätekoppler, die Segment Protectors, den Strom begrenzen. Diese Komponenten sind zur Realisierung der Zündschutzart Ex ic exakt aufeinander abgestimmt. Der für alle praktischen Feldbusanwendungen konzipierte Produktselektor für FieldConnex® eliminiert dabei die Komplexität bei der Auswahl.

Auswahl ohne Komplexität

Unter www.pepperl-fuchs.com/fieldconnex selektiert man einfach das benötigte Protokoll, die explosionsgefährdeten Bereiche und die Zündschutzart. Der Selektor bietet dann eine Liste zueinander passender Komponenten an, die auf die gewählte Anwendung passen:

// die richtige Stromversorgung mit vorkonfektionierter Anbindung an die Leittechnik,

// den Feldverteiler mit dem richtigen Gerätekoppler und

// Process Interfaces für die Erfassung einfacher Sensoren.

Dargestellt sind darüber hinaus die passende Diagnose für den Physical Layer und das notwendige Zubehör.

Durch Software gestützte Effizienz

Hier beginnt die Einfachheit mit dem Feldbus jedoch erst. Mit dem Planungswerkzeug Segment Checker kann man die mit der gewählten Zündschutzart möglichen Leitungslängen bestimmen. Das Werkzeug gibt es unter www.segmentchecker.com als kostenlosen Download. Danach kann man die Installation automatisch mithilfe des tragbaren Feldbusdiagnosewerkzeugs FDH-1 oder dem in die Stromversorgung integrierten Advanced-Diagnostic-Modul überprüfen. Die Software vergleicht dabei die Planung mit dem tatsächlich installierten Segment und zeigt, wenn vorhanden, Differenzen auf. Die Diagnose gibt bei gefundenen Differenzen oder unzureichender Installationsqualität Hinweise, wie die Fehler behoben werden können.

Pepperl+Fuchs plant in Zusammenarbeit mit seinen Kunden Leittechnikschränke und baut und verdrahtet diese in den Solution Centern auf der ganzen Welt. Diese führen auf Wunsch einen Test in der Fabrik durch und liefern die notwendigen Zertifizierungen für den Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen. Die anschlussfertig gelieferten Lösungen sind auf der Baustelle schnell montiert und betriebsbereit.

Automatisch protokolliert FieldConnex Advanced Diagnostics die Qualität der Installation. Der für den Anlagenbau verantwortliche Unternehmer und der Betreiber erhalten auf diese Weise Sicherheit durch eine Dokumentation, die die Leistungsreserven und den Störabstand ausweist. Eine hohe Qualität der Installation bildet die Grundlage für den dauerhaft zuverlässigen Betrieb der Prozessanlage. Alle Lösungen und Dienstleistungen dienen der Verkürzung der Anlaufzeit und einem schnellen Go Live.

Komplexe Technik für den einfachen Gebrauch

Auf der Faktenseite: Der Feldbus verwendet eine Signaltechnik, die komplexer ist als eine 4…20-mA-Messschleife. Komplizierter ist der Umgang damit nicht, er ist anders. Dachverbände wie PROFIBUS International bieten dafür herstellerunabhängige Richtlinien für die Planung, die Installation und den Betrieb von Feldbus­systemen. Als hilfreich haben sich in der Praxis folgende Vorgehensweisen erwiesen. Klein anfangen: Die erste Feldbusanlage muss nicht gleich die große Modernisierung sein. Eine Tanküberwachung oder ein Messkreis außerhalb des Hauptprozesses eignen sich perfekt zum Einüben des Umgangs mit dem Feldbus.

Wartungsteams einbeziehen: Bereits bei der Installation der Feld­ebene können sich die zukünftigen Betreiber und das Instandhaltungspersonal mit der neuen Technik vertraut machen. Im Rahmen einer nur eintägigen Schulung erfahren die Techniker die Neuigkeiten zum Umgang mit Zweidrahtleitung, Abschirmung und Erdung. Viele Beispiele aus der Praxis belegen: Haben die Kollegen einmal erfahren, wie viel Information ihnen die Feldgeräte liefern, wird diese Information für einen reibungslosen Betrieb verwendet. Der Fernzugriff auf Feldgeräte erhöht die Sicherheit für Mensch und Anlage. Die Anzahl von Einsätzen und deren Dauer kann durch ein geplantes bedarfsgerechtes Arbeiten reduziert werden. Einfachheit durch Technik – von der Planung bis zum Betrieb mit dem Feldbus und der Infrastruktur von FieldConnex.

C&M 6 / 2015

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe C&M 6 / 2015.
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