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C&M-3-2012 > Bewährtes Lösungskonzept

Bewährtes Lösungskonzept

Über 12 Jahre Betrieb der Abwasserpumpen innerhalb der PCK Raffinerie GmbH


Positive Betriebserfahrung
Pro Abwasserstation sind zwei SG-Pumpen der Firma Eger platziert.

Die Zeit wird immer schnelllebiger und die gesetzten Ziele immer anspruchsvoller. Gerade deshalb ist es um so wichtiger auch einmal einen Blick zurück zu wagen, ob sich die umgesetzten Ziele auch bewährt haben. Die PCK Raffinerie GmbH in Schwedt/Oder stand 1997 vor der Aufgabe, die gesamten unterirdischen Kanalsysteme zu sanieren. Der Auftrag für die Planungen im Rahmen der behördlichen Genehmigungen sowie für die anschließende Ausführungsplanung er­hielt das Ingenieurbüro IPSC in Schwedt. Im Wesentlichen wurden zwei Lösungs­ansätze verfolgt und miteinander ver­glichen.

Der konventionelle Ansatz war, die in der Erde liegenden Rohrsysteme zu erneu­ern. Das zweite Lösungskonzept sah vor, an jeder Anlage eine Pumpstation zu setzen. Dabei werden die Slop-Produkte der Pro­duktions­anlage sowie das anfallende Regen- und Oberflächenwasser über ein vorhandenes Rohrleitungsnetz auf den Rohrbrücken in die zentrale Abwasser­aufbereitung gepumpt. Den Zuschlag erhielt der zweite Lösungsansatz.

Die PCK Raffinerie GmbH nahm Gespräche mit verschiedenen Pumpenherstellern auf. Da auch korrosive Stoffe in die Gruben gelangen konnten, wurde die Mindestanforderung an den Werkstoff der Medium berührten Teile mit Duplex 1.4462 definiert. Die Designtemperatur von 80?°C schloss den Einsatz von Tauchmotorpumpen aus. Letztlich spezifizierte PCK Tauchpumpen mit trocken aufgestelltem IEC-Normmotor. Das Einschaltniveau für die Pumpen musste so gewählt werden, dass ein Zurückstauen in die Zulaufkanäle vermieden wird. Es ­ergaben sich dadurch Einbaulängen von 2,5 bis 5m.

Der Schweizer Pumpenhersteller Emile ­Egger & Co. GmbH, war einer dieser möglichen Lieferanten, für den aus technischer Sicht sprach, dass er ein Spezialist für feststoffbeladene Flüssigkeiten ist. Die patentierte Turo®-Freistromhydraulik verfügt über einen freien Kugel­durchgang in Größe des Druckstutzens. Eine Verstopfung ist ausgeschlossen und gröbere Feststoffe wie Steine, Äste, Schrauben etc. passieren die Pumpe problemlos. Zu dem ist die Pumpe autark, das bedeutet, sie kommt komplett ohne externe Versorgung wie Sperrflüssigkeit aus. Die Wellenabdichtung als einfach wirkende Gleit­ringdichtung sitzt unmittelbar hinter dem Laufrad. Die darüber liegenden Gleitlager werden mit einer sauberen Flüssigkeitsvorlage geschmiert und kommen nicht mit dem Fördermedium in Berührung. Durch ein Wasser-Glykol-­Gemisch sind die Pumpen zusätzlich frostsicher. Auch die sehr positive Betriebserfahrung mit bereits eingesetzten Schachtpumpen war der Grund dafür, den Auftrag für insgesamt 48 Pumpen dieser Bauart 1998 bei der Firma Egger zu platzieren. Pro Abwasserstation sind zwei Pumpen installiert. Die Grundlastpumpe wird niveauabhängig dreh­zahlgeregelt betrieben. Die zweite Pumpe mit fester Drehzahl dient als Reserve und als Überlast­pumpe, die bei Starkregen parallel zugeschaltet wird.

Nach nun ca. 12 Jahren Betriebsdauer kann positiv festgestellt werden, dass sich die Egger-Pumpen der Bauform SG bewährt haben. In diesem Zeitraum wurden auch andere Pumpengruben mit diesen Pumpen bestückt. In 2011 hat Egger die 100. Schachtpumpe geliefert. Darunter sind auch fünf Zone 0 Pumpen.

www.eggerpumps.com

Stichwörter:
Abwasserpumpen, PCK Raffinierte GmbH, Kanalsysteme, sanieren, Überlastpumpe,

C&M 3 / 2012

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe C&M 3 / 2012.
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