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C&M-2-2013 > Mit MES fit für die Zukunft

Mit MES fit für die Zukunft

Statement

Die Industrieproduktion der Zukunft findet integriert und vernetzt statt. Die diesjährige Hannover Messe wird von dem Thema „Integrated Industry“ geprägt sein. Produktionsteile, Anlagen, Werkstücke und Maschinen kommunizieren miteinander – und zwar nicht mehr nur in geschlossenen Systemen sondern über Cyber-Physical-Systems auch über das Internet unternehmensübergreifend.

Aber was muss die Industrie leisten, damit die Industrieproduktion der Zukunft, Industrie 4.0, keine Vision bleibt, sondern Realität werden kann? Die Antwort lautet kurz und knapp: ihre Hausaufgaben. Während die Hausaufgabe „ERP“ bereits von den meisten Produktionsunternehmen realisiert wurde (wer erinnert sich nicht daran, welche umwälzenden Veränderungen die Einführung von ERP-Systemen mit sich brachten, sowohl in der Effizienz als auch im Charakter von Unternehmensabläufen?), gibt es zum Thema „MES“ (Manufacturing Execution Systems) noch gehörigen Nachholbedarf.

Denn wie soll eine integrierte Industrie ohne ein integriertes MES-System funktionieren, das

// eine zeitnahe Datenerfassung und -auswertung in der Fertigungs- oder Prozessindustrie liefert?

// die Überwachung von Prozessvorgaben unterstützt?

// die Stillstandzeiten dokumentiert? und darüber hinaus

// umfassende, verlässliche Daten zu Störgrunderfassung liefert?

MES sorgt für Qualitätssicherung und hilft, Effizienz und Qualität der Produktion zu bewerten. Gerade für die Chemiebranche und für die Prozessindustrie mit ihrer Vielzahl an Prozessen, Produkten und Anlagentypen fördert MES die Transparenz, und das mit validen Echtzeitdaten.

MES sorgt in der Industrie 4.0 sozusagen dafür, dass die durch die allgegenwärtige Vernetzung zunehmende Komplexität handhabbar wird. Das ist eine wichtige Grundlage für den Planungs- und Steuerungsprozess einer industriellen Produktion. Nichts ist schlimmer, als den Überblick zu verlieren, wichtige Daten des Produktionsprozesses nicht bzw. nicht zeitnah (am besten in „realtime“) vorliegen zu haben und im Fall der Fälle nicht gegensteuern zu können. Störungen, die in einem Betriebslogbuch auf Papier dokumentiert werden, passen nicht zu einer digital vernetzten Automation.

MES verbessert die Effizienz der betrieblichen Organisation und ihrer Arbeits­abläufe. Sie hilft mit permanenter rechnergestützter Überwachung und Planung, Fehler zu verringern, Lagerbestände zu verkleinern und Produk­tionskosten zu reduzieren, wobei die Produktion als ganzheitlicher Prozess im Unter­nehmen betrachtet wird. MES fungiert als Bindeglied zwischen Produktions- und ­Unternehmensebene und vernetzt einzelne Partner innerhalb der Versorgungskette. MES realisiert einen durchgehenden und ganzheitlichen Wertefluss und dessen Steuerung. ­Dadurch erhält MES eine strategische Funk­tion für die vernetzte Produktion, und dient damit als Plattform und Grundlage der „Integrated Industry“. Dieser Ansatz gilt im Übrigen sowohl für Prozess- als auch Fertigungsindustrie.

Die „Integrated Industry“, Industrie 4.0, die smarte digitale Fabrik der Zukunft: Alle haben zum Ziel, die Anforderungen der künftigen industriellen Produktion zu bedienen. Nennen wir die wichtigsten: immer kürzer werdende Produktlebenszyklen, „Time-to-market“-Produktion, variantenreiche und kom­plexe Produkte bei reduzierter Entwicklungszeit. Zu den wesentlichen Aspekten für eine „Integrated Industry“ zählen neben dem Thema IT-Security (dieses Thema muss im Zusammenhang mit der zunehmenden Vernetzung unbedingt erwähnt werden) und den mittlerweile etablierten ERP-Systemen v. a. ein effizient eingebundenes MES-System, mit funktionierenden Schnittstellen zwischen den verschiedenen Softwaresystemen.

Ziel des ZVEI und des Fachverbandes Automation ist es vor diesem Hintergrund, das Thema MES nachhaltig in das Bewusstsein von Produktionsverantwortlichen und, wegen seiner strategischen Bedeutung, auch in das Bewusstsein von Unter- nehmensverantwortlichen zu platzieren.

Weitere Informationen zur Bedeutung von MES für die Industrieproduktion der Zukunft liefert der ZVEI auf seiner Website und mit der Broschüre: Manufacturing Execution Systems (MES) – Branchenspezifische Anforderungen und hersteller- neutrale Beschreibung von Lösungen.

http://www.zvei.org/Verband/Fachverbaende/Automation/Seiten/MES-als-Erfolgsfaktor-der-Produktion.aspx

Stichwörter:
MES, Industrieproduktion, Integrated Industry, Cyber-Physical-System, ERP, ERP-System, Manufacturing Execution Systems, Prozessvorgaben, Qualitätssicherung, Produktionsprozess, betriebliche Organisation, Time-to-market-Produktion, IT-Security, ZVEI,

C&M 2 / 2013

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe C&M 2 / 2013.
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