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Offenheit und Dialog schaffen Vertrauen

Offenheit und Dialog schaffen Vertrauen

Rendite des Dialogs

Um Investoren zu gewinnen, müssen Industrieparks heute viel bieten. Kriterien wie Lage und Verkehrsanbindung, zentrale Dienstleistungen wie Werksfeuerwehr und Anlagenbau, Finanzierung oder die Ausrichtung auf spezielle Unternehmensgruppen sind unerlässliche Merkmale. Doch sie allein reichen nicht mehr aus: Angesichts wachsender Skepsis in die Notwendigkeit industrieller Projekte in Deutschland, achten ­Investoren hierzulande verstärkt auf stimmige Konzepte, um das ­Vertrauen der Nachbarn zu gewinnen.

Luftansicht des Chemiepark Knapsack

Im Chemiepark Knapsack setzen Betreiber und Unternehmen auf Dialog mit der Nachbarschaft und den Behörden. Der intensive Austausch mit der Nachbarschaft, z.B. in Form von Informationsveran- staltungen, ­Tagen der offenen Tür oder Anlagen-besichtigungen oder Förderinitiativen kostet Zeit und Geld. Aber er schafft Vertrauen, fördert ein industriefreundliches Klima und gibt den Unternehmen damit ein Stück Planungssicherheit.

Offenheit und Dialog zählen auch zu den wichtigsten Elementen des Genehmigungsmanagements von InfraServ Knapsack, der Betreibergesellschaft des Chemiepark Knapsack. Der gesamte Schriftverkehr zwischen Standortunternehmen und Behörden läuft über die Schreibtische von Eva Lenartz und ihren Kollegen. Die studierte Diplomingenieurin Technischen Umweltschutz ist Teamleiterin für Konzessionen. Über die Jahre ist es ihr und dem gesamten Genehmigungs- management gelungen, ein partnerschaftliches Verhältnis zu den Behörden aufzubauen. Das bietet eine gute Grund­lage zur Realisierung neuer und innovativer Projekte. Denn das Genehmigungsmanagement berät Unternehmen von der Idee bis zur Produktionsfähigkeit. Unabhängig davon, ob eine Produktionserweiterung geplant ist oder eine ganz neue Anlage gebaut wird: Die Investoren werden im gesamten Genehmigungsverfahren von der frühen Phase der Dokumentation über die Zusammenstellung des Antrags bis hin zum Erörterungstermin begleitet.

Vernetzte Genehmigungsprozesse

Insbesondere bei Genehmigungsprozessen von Großprojekten bewähren sich die intensive Vorbereitung sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Behörden. Die „Rendite des Dialogs“ wird „ausgezahlt“, wenn es keine öffentlichen Einwendungen gibt und die Projekte auf Basis der sogenannten „§ 8a-Zulassung“ starten können. Dabei handelt es sich um die vorzeitige Genehmigung, bei der es noch zu nachträglichen Auflagen kommen kann. Bisher konnten diese immer erfüllt werden. Kommt es während eines Verfahrens dennoch zu Einwendungen, bereitet das Genehmigungsmanagement Unternehmen intensiv auf die Erörterungstermine und Verfahrensprozesse vor. Dazu gehört auch die Simulation des Erörterungstermins. Investor und Genehmigungsmanagement identifizieren dabei die Argumentationslinien für die einzelnen Einwendungen. Auf diese Weise lassen sich in der Regel langwierige Genehmigungsverfahren vermeiden.

Interdisziplinärer Full-Service

Auch nach der Zulassung stehen die Mitarbeiter des Genehmigungsmanagements den Unternehmen zur Seite. Denn Betreiber genehmigungspflichtiger Anlagen bewegen sich grundsätzlich in einem engen Korsett von Pflichten: Umweltrechtliche Vorgaben wie Lärmmessungen, Abwasseranalysen, Emissionserklärungen oder die kontinuierliche Aktualisierung von Sicherheitsberichten. Die Experten prüfen und unterstützen bei der Einhaltung der geltenden Gesetze und Verordnungen, beraten Unternehmen bei Regelwerksänderungen und der offiziellen Korrespondenz. Insbesondere achten sie auf Veränderungen bei umweltrechtlichen Vorgaben und Grenzwerten. Das sichert langfristig das Vertrauen der Nachbarn und der Behörden und die „Rendite des Dialogs“.

Stichwörter:
Industrieparks, Interdisziplinär, Genehmigungsprozessen

C&M 1 / 2014

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe C&M 1 / 2014.
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