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Bachelor-Studium Wirtschaftschemie

Die Kombination ist gefragt: chemische Fachkenntnisse verbunden ­mit wirtschaft­lichem Know-How. Die Hochschule Fresenius bietet in Idstein und ab Wintersemester 2012/2013 auch in München den Bachelor-­Studiengang Wirtschaftschemie an. chemie&more war im ­Gespräch mit Studiendekan Prof. Dr. ­Thorsten Daubenfeld über ­Studienausrichtung und Perspektiven für die Absolventen.

chemie&more: Ihr Bachelor-Studiengang heißt Wirtschaftschemie. Ist es genau das ?– ­eine Kombination aus Wirtschaft und ­Chemie?

Definitiv ja. In den ersten vier Semestern erlernen die Studierenden ein breites Grundlagenwissen in den chemischen Kernfächern Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Analytische Chemie, Biochemie und Polymere.

Daran schließen sich in den beiden folgenden Semestern betriebswirtschaftliche Inhalte wie Marketing, Projektmanagement, Innovations- management und Controlling an.

Chemiker mit BWL-Kenntnissen. Das ist sicher eine gefragte Kombination auf dem Arbeitsmarkt?

Der Bedarf an Wirtschaftschemikern steigt aufgrund des engeren Zusammenwachsens der Fachdisziplinen Forschung, Produkt­entwicklung und Vermarktung stetig.

In Branchen wie Chemie, Pharmazie und in anderen Wirtschaftszweigen, die chemische Produkte nutzen, Dienstleistungen in verwandten Bereichen erbringen oder Firmen beraten, genügen häufig rein ­betriebswirtschaftliche Kenntnisse nicht mehr aus, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Wer bei uns das Studium zum Wirtschaftschemiker (B.Sc.) absolviert hat, ­besitzt alle notwendigen Kenntnisse, um unterschiedliche Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen Chemie und Wirtschaft auszuüben.

Was genau sind das für Tätigkeiten und an wen richtet sich das Studium?

Wir wollen mit unserem speziellen Studien­angebot Menschen ansprechen, die sich zwar für die Chemie interessieren, nach ­ihrem Studium aber Karrierewege außerhalb des Labors einschlagen möchten.

Unsere Absolventen finden nach ihrem ­Abschluss unter anderem Tätigkeiten im Marketing, Qualitätsmanagement oder im technischen Vertrieb. Wirtschaftschemiker arbeiten aber auch im Bereich Projekt­management und übernehmen häufig mit entsprechender Berufserfahrung Führungsverantwortung.

Sie werben auf Ihrer Webseite mit Praxisnähe. Wie genau muss man sich das vorstellen?

Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, unsere Studenten markt- und bedürfnisorientiert auszubilden. Hierzu zählt auch die Lehre durch erfahrene Berufspraktiker, die die beiden so unterschiedlichen Bereiche ­Chemie und BWL mit echter „Hands on"-Mentalität unterrichten. Beispielsweise haben wir Dozenten mit langjähriger Erfahrung im Vertrieb von Analysengeräten. Dadurch vermitteln wir auch in den Vorlesungen eine sehr große Nähe zur Praxis. Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie und die Einbeziehung der Forschungsprojekte in die Lehre sind weitere wichtige Bausteine.

In unserem hochschuleigenen Forschungslabor sammeln unsere Studenten ebenso wie in mehreren Praktika bei Unternehmen (auch im Ausland) praktische Erfahrungen.

Die hohe Qualität und Praxisnähe wird uns von Studenten und Unternehmen der ­Industrie, in denen unsere Absolventen Anstellungen gefunden haben, immer ­wieder bestätigt.

Das heißt, sie begleiten die Absolventen auch nach Abschluss des Studiums?

Selbstverständlich. Der Vorteil unserer ­privaten Hochschule mit kleinen Lerngruppen ist ja insbesondere die persönliche Atmosphäre. Bei uns kennt jeder ­Dozent seine Studierenden persönlich. Wir sind erst dann zufrieden, wenn wir unsere Absolventen in gute Jobs auf dem Arbeitsmarkt vermittelt haben. Hier verfügen wir über langjährige und weitreichende Kontakte in der chemischen Industrie. Über unser Alumni-Netzwerk halten wir mit ­vielen über Jahre einen regen Kontakt, ­ihre beruflichen Erfahrungen sind für uns und für künftige Studierende unserer Hochschule sehr wertvoll.

Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es für das Studium? Ist ein Quereinstieg möglich?

Wirtschaftschemie kann jeder studieren, der die Fachhochschulreife, Hochschulreife, oder einen Meisterabschluss beziehungsweise Technikerabschluss besitzt.

Hochschulabsolventen mit bereits absolviertem Chemie-Studium können den ­Bachelor Wirtschaftschemie als zweiten Abschluss erwerben, indem sie nur die betriebswirtschaftlichen Module in den Fachsemestern 5–6 absolvieren. Bei vorheriger Ausbildung zum CTA oder ­Chemietechniker ist der Einstieg in ein höheres Semester möglich.

Welche Weiterqualifikationsmöglichkeiten bieten Sie an?

Ab Wintersemester 2013 startet in Idstein der zweieinhalbjährige Masterstudiengang Wirtschaftschemie. Darüber hinaus bieten wir mit dem Master of Business Administration und dem Master of International Pharmacoeconomics & Health Economics, der in Kooperation mit der Cardiff University in Wales angeboten wird, interessante weiterqualifizierende Möglichkeiten an.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Ab dem Wintersemester 2012/2013 bietet die Hochschule ­Fresenius die Studiengänge Angewandte ­Chemie und Wirtschaftschemie in Kooperation mit der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt auch in München an. An ihren Standorten an der Isar im Münchener Süden und im „Innovations- und Gründer­zentrum ­Biotechnologie“ (IZB) in Martinsried stehen den ­Studierenden modern ausgestattete Laboratorien ­zur Verfügung. Mit über 6.000 Studierenden ist die Hochschule ­Fresenius ­einer der größten privaten Bildungsträger in Deutschland. Gegründet 1848 als Chemisches Laboratorium Fresenius in Wiesbaden unterhält die Hochschule heute Campus-Standorte in Idstein, Frankfurt, Köln, Hamburg und München.

Foto: ©panthermedia.net|gualtiero boffi

Stichwörter:
Hochschule Fresenius, Wirtschaftschemie, Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Analytische Chemie, Biochemie, Polymere, BWL, Forschungslabor,

C&M 5 / 2012

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe C&M 5 / 2012.
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