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Vollkommen automatisiert – der Weg der Chemikalien vom Silo über die Produktion bis auf den LKW

Prozesse ­reibungslos steuern

Chemieproduzenten sind auf Systemlösungen angewiesen, die die ­komplexen Anforderungen beim Sortieren, Stapeln, Verpacken und Lagern chemischer Produkte erfüllen. Darunter fallen die ­Absackung und Palettierung bis zur Ladungs­sicherung. Um diese Prozesse zu steuern, koordinieren und abzu­bilden, bietet die Beumer Group auch Warehouse-Management­systeme (WMS) an. Dies sind komplette ­Systemlösungen, die indi­viduell auf den Kunden abgestimmt sind.

Gerade in der Chemiebranche ist ein kon­trolliertes, fehlerfreies und vor allem sachgerechtes Handling chemischer Produkte von großer Bedeutung. Diese müssen zuverlässig palettiert und sicher verpackt werden, um sie ohne Schaden an die Verarbeiter zu liefern. Palettier- und Ver­packungstechnik wie auch die entsprechende Fördertechnik müssen gut aufeinander abgestimmt und sehr langlebig sein und werden an die individuellen Kundenbedürfnisse wie zum Beispiel Maschinenkapazitäten, Produktionsausstoß oder Lagerfläche angepasst.

WMS stellt Prozesssteuerung sicher

Das WMS ist eine Webserveranwendung, mit der sich der gesamte Verpackungsprozess, die Einlagerung und Versandaufbereitung von Produkten optimal steuern und koordinieren lässt. In das ­System ist sowohl die Materialflusssteuerung, die Lagerverwaltung als auch die Schnittstelle zum übergeordneten ERP-System des Kunden integriert. Alle Informationen aus der Verpackungslinie, der Etikettierung, der Einlagerung sowie dem Versand laufen hier zusammen. Damit ist eine vollständige und lückenlose Transparenz aller Produkte und Prozesse sichergestellt. Alle in der Verpackung und im Lager arbeitenden Personen können auf das System zugreifen – ob Disponent, Lagermitarbeiter oder Gabelstapler­fahrer. Die Funktionen und die grafische Benutzeroberfläche ­lassen sich dabei kundenspezifisch konfigurieren. Insgesamt sorgt das WMS für ökonomisch sinnvolle Abläufe, einen transparenteren Warenfluss und verkürzt so die Lieferzeiten.

Autarke Maschinensteuerung

Erhält das ERP-System eine Bestellung, schickt es die Informationen an das WMS und an das Prozessleitsystem (PLS). Das PLS mit den untergeordneten Maschinensteuerungen arbeitet autark, fügt sich aber nahtlos in die vom WMS gesteuerte Produktionsumgebung ein. Es überwacht und regelt den Materialfluss ab dem Silo, kontrolliert die Produktmengen, das Absacken, die Palettierung sowie die Ladungssicherung. Werden die gefüllten und verschweißten Säcke auf der Förderanlage angeliefert, stapelt zum Beispiel der Hochlagenpalettierer die Säcke sicher und platzsparend auf Paletten. Auf Rollenförderern gelangen diese anschließend zur Ver­packungsanlage. Die verpackten Ladeeinheiten werden anschließend mit einem Barcode versehen.

Das in das WMS integrierte Gabelstaplerleitsystem sorgt dafür, dass die palettierte und verpackte Ware ohne lange Zwischenlagerung verladen werden kann. Dazu überprüft das WMS, ob die Palette am Förderband zur Abholung bereitsteht, liest den Barcode ein, weist der Palette einen Platz zur Einlagerung zu und führt den betreffenden Gabelstapler.

Vom Lager auf den Lkw

Meldet sich an der Pforte ein Fahrer an, um die palettierte Ware abzuholen, veranlasst das WMS die Kommissionierung der Ware. Hierfür wird zum Beispiel über Magnet­karten an der entsprechenden Laderampe sichergestellt, dass die korrekte, zur Disposi­tion geplante Ware auch auf den richtigen Lkw verladen wird. Darüber erfolgt auch der Zugang zur entsprechenden Laderampe. Dort angekommen, benachrichtigt der Fahrer ebenfalls über die Magnetkarte einen Stapler. Im Lager fährt der Mitarbeiter mit dem Gabelstapler zum entsprechenden Stapel. Der Barcode auf der Stretchfolie wird eingelesen und der Stapler fährt mit der vollen Palette zur Rampe. Nach dem Aufladen erhält der Fahrer vom WMS die Berechtigung zur Auslieferung. Das System steuert somit die Ein- und Auslagerung, die Kommissionierung und den Versand. Parallel zur Lkw-Verladung übernimmt das WMS auch die Bereitstellung der erforderlichen Daten für die Rechnungs­erstellung.

Mit einem WMS werden Fehler, die zwischen Produktion, Lagerung und Versand auftreten können, vermieden, ebenso ­zeitaufwendige Suchaktionen. Da alle Prozesse zeitlich definiert sind, wird eine ­auto­matische zeit- und bedarfsgerechte Materialreservierung und -bereitstellung ermöglicht. Der zwangsgeführte Lager- und Versorgungsprozess macht den Produktionsdurchsatz zudem deutlich schneller und effizienter.


Abb.1 Der Materialfluss wird schon ab Silo geregelt und überwacht.


Abb.2 Das WMS steuert und koordiniert Fertigungs- und Lagerprozesse wie die Absackung, Palettierung, Ladungssicherung, Einlagerung, Auslagerung und den Versand.

Stichwörter:
Systemlösungen, Lagerung, chemische Produkte, Warehause-Managementsystem, WMS, Palettiertechnik, Verpackungstechnik, Fördertechnik, Prozesssteuerung, Webserveranwendung, ERP-System, Prozessleitsystem, PLS, Produktion, Lagerung, Versand, effizient,

C&M 5 / 2012

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe C&M 5 / 2012.
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